TTC Burrweiler 1960 e.V.

Luzifers Wohnzimmer ist erkaltet

 

Die „Burrer Hölle“ war Austragungsort des wahrscheinlich vorweggenommenen Endspiels für den Aufstieg in die 1. Pfalzliga zwischen den Burrweiler Teufeln und dem TTV Neustadt. Mit gut fünfzig dämonischen Anhängern und aufgrund der sehr werbewirksamen Ankündigung des Spitzenspiels in der Rheinpfalz (Dank an Heinz Lambert für die entsprechende Bekanntmachung) sollte in der Halle natürlich auch ein Höllenspektakel stattfinden, bei dem der Gegner mit Höllenlärm und Höllengestank zurück nach Neustadt getrieben werden sollte; Gut - den Höllengestank in Form von heißen Würstchen und Rieslingschorle haben wir nicht ganz so wörtlich genommen, allerdings hatten sogar die Cervelat gehörigen Respekt vor des Teufels Kochtopf und zerplatzten vor lauter Vorfreude auf das heiße Bad (Dank an Hans Fey für die Bewirtung).

Der TTC hatte schon zu Beginn einen teuflisch guten Plan ausgeheckt – wie sonst wäre es zu erklären, dass man auf das Beelzebub-Duo Frey/Dittrich verzichtete und Mephisto Ackermann und den Fürsten der Finsternis Trauth einsetzte.

Und so kam es denn auch zu den drei Doppeln – mit Spitzendoppel Satan Lerch und Diabolus Richter gegen Fromm/Reichling auf Neustadter Seite. Es hätte schon mit dem Teufel zugehen müssen, wenn das bisher ungeschlagene Doppel des TTC dieses Spiel verlieren würde – aber es kam, wie es kommen musste: Trotz Teufelsritt auf der Schlussgeraden reichte es nicht zum Sieg. Und auch bei den anderen beiden Doppeln stand Sieg oder Fegefeuer auf Messers Schneide. So konnten lediglich der Leibhaftige Martin Wagenblatt und der Fürst der Finsternis Trauth ihr Doppel gewinnen – 1 zu 2.

In der Vergangenheit konnte sich der TTC immer auf seine Einzelspieler verlassen, trotz der Pein im Hinspiel im vorderen Paarkreuz wollte man den Gegnern die Hölle heiß machen. Zuerst mit Satan Lerch gegen Reichling und Diabolus Richter gegen Rapp. Trotz Richters Höllenmaschine in der rechten Hand und diabolisch grünen Schweißbändern wollte es mal wieder nicht richtig heiß werden – Lerch souverän – Richter in der Vorhölle stecken geblieben – 2 zu 3.

Unser starkes mittleres Paarkreuz mit Höllenfürst Marco Wagenblatt und dem Leibhaftigen Martin Wagenblatt wollte nun die Höllenhunde los lassen – doch die Gegner hatten, wie zu vermuten ist, einiges entgegenzusetzen und leider nicht so viel Höllenangst wie zuvor gedacht. Verwunderlich war es dann auch nicht, dass nur Martin seine Höllenfahrt unbeschadet überstand und Marco qualvoll eine Niederlage einstecken musste – 3 zu 4. So lag es am hinteren Paarkreuz für Sühne zu sorgen und auf Teufel komm raus zu gewinnen. Aber auch hieraus wurde nichts, Mephisto Ackermann gegen Fromm, nach kleiner Schwächephase in drei Teufels Namen gewonnen und der Fürst der Finsternis Trauth konnte sich selbst zum Teufel scheren, zu unbeweglich und unsicher mit der Rückhand gegen Tetik 4 zu 5.

Die zweite Hälfte des Tableaus stand wieder mit dem vorderen Paarkreuz an, und es hätte schon mit dem Teufel zugehen müssen, wenn der TTC jetzt nicht das Ruder hätte rumreißen können. Doch trotz Höllenqualen standen wir am Ende wieder ohne Punkte da. Woran lag es diesmal: Diabolus Richter mit neuer Teufelspeitsche um den Kopf zu Beginn auf verlorenem Posten, dann mit einem Höllenritt zum Satzausgleich, bevor ihn Reichling in der Hölle schmoren ließ. Bei Satan Lerch steckte der Teufel im Detail, in zwei Sätzen dem Gegner Rapp das Leben zur Hölle gemacht, dann kurz die Wunden geleckt und … schon verloren – gegen Neustadt vorne ist es wie verhext – 4 zu 7, pfui Teufel.

Jetzt half kein Reden mehr über Tod und Teufel – Siege mussten her. Aber wir haben bekanntlich noch zwei Eisen im Feuer, den Höllenfürst und den Leibhaftigen in der Mitte. Marco gegen Pichler mit teuflischen Angriffspeitschen zum 5 zu 7 und Teufelskerl Martin nach 2:10 im vierten Satz noch zum Sieg gegen Sappok – 6 zu 7.

Trotz Rückstand sprach alles für uns, denn hinten sticht bekanntlich beim TTC der Dreizack mit Mephisto Ackermann und dem Fürsten der Finsternis Trauth. Doch Christoph war heute nicht des Teufels Advokat, zu unsicher die Rückschläge gegen Tetik, zu hektisch die Bewegungen, keine Höllenpein für den Gegner – Abstieg in die Unterwelt – 6 zu 8. Bei Baster, dem armen Teufel, merkte man den spärlichen Trainingseifer, aber da bekanntlich der Teufel nie schläft entriss er dem Gegner Fromm noch einmal das Weihwasser und verkürzte auf ein 7 zu 8. Und so war es angerichtet, das Fegefeuer zum Schlussdoppel. Hier sollten noch einmal Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt werden, doch es half nichts, nach kurzer Qual für den TTC konnten die Neustadter mit einem 9 zu 7 Sieg aus dem Höllenrachen wieder gen Himmelreich starten.

 

Freunde des Tischtennissports, wer dieses Höllenspektakel gestern nicht erlebt hat, hat selber Schuld – der TTC hat sich mal wieder von seiner besten Seite gezeigt, auch wenn es letztendlich nicht zum Punktgewinn gereicht hat. Dann halt Zweiter und die Chance im Aufstiegsspiel nutzen. Dem TTV alles Gute für den Rest der Saison und für die 1. Pfalzliga.

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