Vereinsmeisterschaft im Herren-Doppel mit zugelosten Partnern
Seit Jahren sind sie zu einem festen Bestandteil im Veranstaltungskalender des TTC Burrweiler geworden und auch in diesem Jahr fanden die Vereinsmeisterschaften im Herren-Doppel mit zugelosten Partnern regen Zuspruch. Die Ausgeglichenheit der Paarungen schlug sich in der Tatsache nieder, das keines der neun Duos ungeschlagen aus dem Wettbewerb hervor ging. Am Ende behaupteten sich Hans Fey, der nach dem Titel mit den Standardpartnern nun seine zweite Meisterschaft innerhalb einer Woche einfuhr, und sein Partner Christoph Grammelsberger.

Vorrunde

Spannender als in Gruppe 1 hätte der Verlauf kaum sein können, waren am Ende doch gleich drei Kombinationen Punktgleich. Hans Fey und Christoph Grammelsberger hatten Ralf Bien und Herbert Göring mit 3:1 besiegt, die wiederum Robin Gärtner und Joachim Stenger in fünf Sätzen, durchaus überraschend, nieder kämpften. Letztere wiederum behaupteten sich ebenso knapp gegen Fey/Grammelsberger. Alle drei Doppel hatten gegen Christoph Rabold/Martin Wagenblatt die Oberhand behalten. Ralf Bien und Herbert Göring blieb der Einzug ins Halbfinale wegen eines zu wenig gewonnenen Satzes verwehrt. Die Plätze in der Vorschlussrunde gingen an Robin Gärtner und Joachim Stenger, sowie Hans Fey und Christoph Grammelsberger, wobei bei Punkt- und Satzgleichheit der direkte Vergleich Gärtner und Stenger den ersten Gruppenplatz bescherte.

Stark besetzt die Gruppe 2, wo Christoph Ackermann und Karl-Heinz Lerch gleich in ihrer ersten Partie hart zu kämpfen hatten, um Daniel Ansmann und Clemens Eichenlaub mit 3:2 in Schach zu halten. Ansmann/Eichenlaub hatten zuvor überraschend wenig Mühe, gegen die Materialkoalition von Thomas Kühne und Torge Richter. Das sah im Falle von Ackermann/Lerch ganz anders aus, mussten diese doch erheblich zittern, ehe sie die „Unorthodoxen“ nach fünf Sätzen bezwingen konnten. Mit Bernd Sträßner war in dieser Gruppe ein weiterer Noppenakteur vertreten, der Richard Minges an seiner Seite wusste. Beide erspielten eine ausgeglichene Bilanz und endeten auf dem dritten Gruppenrang vor Kühne/Richter. Etwas unglücklich agierten Heinz Lambert und Manuel Lerch, die speziell in ihren ersten beiden Spielen zahlreiche Satzbälle und hohe Führungen nicht zu Satz-, geschweige denn zu Spielgewinnen nutzen konnten und ohne Punkt mit dem letzten Platz der Gruppe vorlieb nehmen mussten. Ohne Fleck auf der Weste erreichten Christoph Ackermann und Karl-Heinz Lerch das Semifinale, wie auch die knapp hinter ihnen liegenden Clemens Eichenlaub und Daniel Ansmann. 

Halbfinale

Im ersten Halbfinale trafen Robin Gärtner und Joachim Stenger auf Daniel Ansmann und Clemens Eichenlaub, also jeweils ein Spieler der zweiten Mannschaft agierte an der Seite eines Akteurs aus der vierten TTC-Vertretung. Das Duo Gärtner/Stenger, in der Addition der Ranglistenpositionen leicht hinter den Kontrahenten stehend, hielt den Offensivattacken gut Stand, konterte seinerseits mit geschickt platzierten Angriffsbällen und gewann so den ersten Satz. Ein wenig mehr Unsicherheit und ein paar Fehler mehr auf der einen, hingegen etwas mehr Aggressivität und Präzision auf der anderen Seite und schon kippte die Partie. Gerade Daniel Ansmann hatte bei einigen Topspinbällen auch das Glück auf seiner Seite, aber dieses hat bekanntlich ja der Tüchtige. Womit aber keineswegs gesagt sein soll, dass sich die drei anderen Spieler nicht weniger mächtig ins Zeug gelegt hätten. Der zweite Durchgang ging mit zwei Punkten Vorsprung an Ansmann/Eichenlaub, die weiterhin etwas sicherer in ihren Aktionen wirkten und so über 11:7 und noch einmal 11:9 den Finaleinzug perfekt machten. Für Clemens Eichenlaub bereits der dritte bei den diesjährigen Vereinsmeisterschaften.  

Nach den bis dahin gezeigten Leistungen dürften sich Christoph Ackermann aus dem zweiten und Karl-Heinz Lerch aus dem dritten Team durchaus Sieghoffnungen in der Partie gegen Hans Fey und Christoph Grammelsberger machen. Doch Hans Fey gelang es glänzend ins direkte Offensivspiel zu kommen, obwohl dies ansonsten ja nicht unbedingt seine Welt ist. „Als Spieler aus der “Ersten“ muss ich ja wohl das Heft in die Hand nehmen und kann die Last doch nicht auf den „Bertel“ aus der vierten Mannschaft abladen“ so der 54-jährige hinterher. Ackermann/Lerch versuchten zwar ihrerseits offensiv zu agieren, doch gelang dies nicht in gewünschtem Maße. In den ersten beiden Sätzen entwickelte sich dennoch ein abwechslungsreiches Match, dass Fey/ Grammelsberger zweimal mit 11:8 in Front sah. Damit war der Widerstand der Gegner gebrochen, die leicht resignierten und den dritten Durchgang mit 5:11 verloren gaben. Der in Sachen Finalteilnahme ja schon mehr als routinierte Hans Fey, freute sich ebenso sehr über das Erreichen des Endspiels, wie Christoph Grammelsberger, der dieses Hochgefühl ja eher selten erleben darf. 

Finale 

Das Finale wurde also von den Vorrundenzweiten bestritten, wobei kein eindeutiger Favorit auszumachen war. Dann aber trafen Daniel Ansmann und Clemens Eichenlaub im ersten Satz fast jeden Ball, während Hans Fey und Christoph Grammelsberger so gar nichts gelingen wollte. Das 11:1 war die logische Folge. So ging es denn auch nicht weiter. Beide Kombinationen agierten nun auf Augenhöhe. Spektakuläre Schmetterbälle, gekonnte Topspins und unerreichbar gesetzte Stopps wechselten sich bei beiden Doppeln ab, gepaart aber auch mit einigen leichten Fehlern. Am Ende ging aber auch dieser Durchgang an Ansmann/Eichenlaub, was für die Zuschauer einer Vorentscheidung gleich kam. Doch weit gefehlt. Gerade der vermeintlich schwächste, weil im TTC-Klassement am Tiefsten angesiedelte Spieler, Christoph Grammelsberger, wusste sich mehr und mehr zu steigern, brachte ganz starke Blockbälle auf den Tisch und punktete auch mit seinem Vorhandtopspin. Hans Fey reduzierte ebenfalls seine Fehlerquote und so gelang es die Kontrahenten unter Druck zu setzen, die nun weit weniger erfolgreich waren, als noch kurz zuvor. So kam es mit dem 11:8 im dritten Set nicht nur zum 1:2-Anschluss, sondern mit der Wiederholung diese Resultats sogar zum 2:2-Gleichstand. Zwar waren Daniel Ansmann und Clemens Eichenlaub nach wie die beiden Spieler, welche in der Offensive mehr riskierten, doch barg dieses Vorgehen natürlich die Gefahr von eigenen Fehlern, bzw. auch die Möglichkeit für die Gegner ihre gefürchteten Blockbälle anzubringen. Da sich aber auch im entscheidenden Durchgang Klasseaktionen mit fehlerhaften Darbietungen auf beiden Seiten abwechselten, blieb der Satz ausgeglichen. Am Ende kamen Fey Grammelsberger Dank eines schönen Blockballes und eines zu lang geratene Topspins der Kontrahenten zum knappen, aber sicher nicht unverdienten 11:9 und somit zum Titelgewinn.  

Die Resultate in der Übersicht:

Gruppe 1

Hans Fey/Christoph Grammelsberger – Christoph Rabold/Martin Wagenblatt 3:1
Robin Gärtner/Joachim Stenger – Ralf Bien/Herbert Göring 2:3
Hans Fey/Christoph Grammelsberger – Ralf Bien/Herbert Göring 3:1
Robin Gärtner/Joachim Stenger – Christoph Rabold/Martin Wagenblatt 3:0
Hans Fey/Christoph Grammelsberger – Robin Gärtner/Joachim Stenger 2:3 
Ralf Bien/Herbert Göring – Christoph Rabold/Martin Wagenblatt 3:0

Tabelle
1. Robin Gärtner/Joachim Stenger 8:5 Sätze 2:1 Spiele (direkter Vergleich zu
2. Hans Fey/Christoph Grammelsberger 8:5 2.1 von Gunsten Gärtner/Stenger)
3. Ralf Bien/Herbert Göring 7:5 2:1
4. Christoph Rabold/Martin Wagenblatt 1:9 0:3

Gruppe 2

Heinz Lambert/Manuel Lerch – Richard Minges/Bernd Sträßner 1:3 
Daniel Ansmann/Clemens Eichenlaub – Thomas Kühne/Torge Richter 3:0
Heinz Lambert/Manuel Lerch – Thomas Kühne/Torge Richter 2:3
Daniel Ansmann/Clemens Eichenlaub – Christoph Ackermann/Karl-Heinz Lerch 2:3
Heinz Lambert/Manuel Lerch – Christoph Ackermann/Karl-Heinz Lerch 0:3
Thomas Kühne/Torge Richter – Richard Minges/Bernd Sträßner 2:3
Daniel Ansmann/Clemens Eichenlaub – Richard Minges/Bernd Sträßner 3:1
Christoph Ackermann/Karl-Heinz Lerch – Thomas Kühne/Torge Richter 3:2
Heinz Lambert/Manuel Lerch – Daniel Ansmann/Clemens Eichenlaub 0:3
Christoph Ackermann/Karl-Heinz Lerch – Richard Minges/Bernd Sträßner 3:0

Tabelle
1. Christoph Ackermann/Karl-Heinz Lerch 12:4 Sätze 4:0 Spiele
2. Daniel Ansmann/Clemens Eichenlaub 11:4 3:1
3. Richard Minges/Bernd Sträßner 7:9 2:2
4. Thomas Kühne/Torge Richter 7:11 1:3
5. Heinz Lambert/Manuel Lerch 3:12 0:4

Halbfinale

Robin Gärtner/Joachim Stenger – Daniel Ansmann/Clemens Eichenlaub 11:8, 9:11, 7:11, 9:11.  
Christoph Ackermann/Karl-Heinz Lerch – Hans Fey/Christoph Grammelsberger 8:11,8:11, 5:11.

Finale 

Hans Fey/Christoph Grammelsberger – Daniel Ansmann/Clemens Eichenlaub 1:11, 9:11, 11:8, 11:8, 11:9.  

Das Abschlussklassement:

1. Hans Fey/Christoph Grammelsberger
2. Daniel Ansmann/Clemens Eichenlaub

3. Christoph Ackermann/Karl-Heinz Lerch und Robin Gärtner/Joachim Stenger

5. Ralf Bien/Herbert Göring  
6. Richard Minges/Bernd Sträßner

7. Thomas Kühne/Torge Richter 
8. Christoph Rabold/Martin Wagenblatt  
9. Heinz Lambert/Manuel Lerch  

Heinz Lambert, 18. Dezember 2008, 20.20 Uhr